Wenn in der Schweiz über grosse Fernseh- und Musikereignisse gesprochen wird, gehört Sandra Studer zu den prägenden Gesichtern. Sie ist Sängerin, Moderatorin und Journalistin und verbindet seit Jahrzehnten musikalische Auftritte mit einer vielseitigen Fernsehkarriere. Besonders sichtbar wurde diese Verbindung beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel, den sie gemeinsam mit Hazel Brugger und Michelle Hunziker moderierte.
Der musikalische Anfang als Sandra Simó
Ihre Laufbahn im internationalen Rampenlicht begann 1991 beim Eurovision Song Contest in Rom. Damals trat sie unter dem Künstlernamen Sandra Simó für die Schweiz an und sang das Lied Canzone per te. Der Beitrag erreichte den fünften Platz und machte sie einem breiten Publikum über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
Der Auftritt war mehr als ein einmaliger Wettbewerbsmoment. Er zeigte früh, dass Studer musikalische Präsenz und mediale Sicherheit miteinander verbinden konnte. Auch später blieb die Musik ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit, während sie sich zunehmend als Moderatorin und Journalistin etablierte.
Vom Gesang zur Moderation
Nach ihrer Teilnahme am Eurovision Song Contest arbeitete Sandra Studer beim Schweizer Fernsehen und übernahm verschiedene Aufgaben in Unterhaltung, Kultur und Musik. Sie moderierte unterschiedliche Sendungen und Veranstaltungen und wurde dadurch zu einer vertrauten Stimme und einem vertrauten Gesicht des Schweizer Publikums.
Zu ihren bekannten Tätigkeiten gehört auch die Moderation der Schweizer Musiksendung MusicStar. Das Format widmete sich Nachwuchstalenten und machte Studer erneut in einem musikalischen Umfeld präsent. Ihre Erfahrung als Sängerin half ihr dabei, Auftritte, Wettbewerbssituationen und die Arbeit hinter den Kulissen verständlich einzuordnen.
Eine vielseitige Stimme des Schweizer Fernsehens
Studers Tätigkeit beschränkt sich nicht auf Unterhaltungssendungen. Sie war auch in kulturellen und gesellschaftlich ausgerichteten Fernsehformaten zu sehen. Als Moderatorin des Kulturmagazins Kulturplatz führte sie Gespräche über Kunst, Kultur und aktuelle Themen. Damit bewegte sie sich regelmässig zwischen populärer Unterhaltung und vertiefender journalistischer Vermittlung.
Diese Bandbreite ist ein wesentlicher Teil ihrer öffentlichen Bedeutung. Studer tritt nicht nur als präsentierende Gastgeberin auf, sondern bringt durch ihre musikalische Erfahrung auch ein eigenes Verständnis für Bühnenarbeit, Interpretation und die Wirkung von Live-Auftritten mit.
Der Eurovision Song Contest 2025 in Basel
2025 kehrte Sandra Studer an den Ort zurück, an dem ihre internationale Fernsehgeschichte begonnen hatte: zum Eurovision Song Contest. Der Wettbewerb fand nach dem Sieg von Nemo mit dem Lied The Code in Basel statt. Studer gehörte gemeinsam mit Hazel Brugger und Michelle Hunziker zum Moderationsteam der Fernsehshows.
Die Wahl war auch deshalb bemerkenswert, weil Studer beide Seiten des Wettbewerbs kennt. 1991 stand sie selbst als Schweizer Teilnehmerin auf der Bühne. 2025 führte sie als Gastgeberin durch das weltweit ausgestrahlte Ereignis. Zwischen diesen beiden Stationen liegen mehr als drei Jahrzehnte Schweizer Medien- und Musikgeschichte.
Der Wettbewerb in Basel war für die Schweiz ein besonders grosser Kultur- und Fernsehmoment. Als Moderatorin repräsentierte Studer dabei eine Generation von Medienschaffenden, die nationale Unterhaltung mit internationalen Formaten verbinden. Ihre Präsenz verlieh dem Anlass eine klare Schweizer Verankerung, ohne den internationalen Charakter der Veranstaltung in den Hintergrund zu rücken.
Bedeutung für die Schweizer Unterhaltungskultur
Sandra Studers Laufbahn steht für die enge Verbindung von Musik, Fernsehen und öffentlicher Kulturvermittlung in der Schweiz. Sie hat erlebt, wie sich Fernsehformate, Bühnenproduktionen und die Erwartungen des Publikums verändert haben. Dabei blieb sie in unterschiedlichen Rollen präsent: als Sängerin, als Moderatorin und als journalistisch arbeitende Gastgeberin.
Ihre Karriere zeigt zugleich, dass Unterhaltung im Schweizer Fernsehen mehrere Sprach- und Kulturregionen zusammenführen kann. Der Eurovision Song Contest bot dafür zweimal einen besonderen Rahmen: zunächst mit ihrem eigenen Auftritt für die Schweiz, später mit ihrer Rolle als Gastgeberin in Basel.
Heute wird Studer vor allem als erfahrene und vielseitige Medienpersönlichkeit wahrgenommen. Ihr Weg von der Sängerin beim Eurovision Song Contest zur Moderatorin desselben Wettbewerbs gehört zu den auffälligsten Entwicklungslinien ihrer Karriere. Damit ist sie eine wichtige Figur der Schweizer Unterhaltungskultur und ein Beispiel dafür, wie langfristige Medienarbeit über verschiedene Generationen hinweg Wirkung entfalten kann.



